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Einladung der Evangelischen Kirche im Rheinland als Mitgliedskirche unserer ACK Hessen-Rheinhessen zum ökumenischen Gedenken an die Opfer der Flutkatastrophe am Buß- und Bettag

Liebe Schwestern und Brüder,
die Flutkatastrophe in vielen Gegenden unseres Landes hat uns alle tief erschüttert. Zugleich hat sie auch eine große Hilfsbereitschaft und Solidarität ausgelöst. Ich möchte Ihnen und den Menschen in Ihren Kirchen herzlich für die sehr gute ökumenische Einheit im Gebet und im Dienst an den Betroffenen danken. Hier wurde glaubwürdig und überzeugend etwas von der Gemeinschaft des Leibes Christi erfahrbar, von der Paulus spricht: „Wenn ein Glied leidet, leiden alle Glieder mit.“ (1. Kor 12,26)

In diesem Jahr werden wir als Evangelische Kirche im Rheinland den Buß- und Bettag in unseren Gemeinden im Gedenken an die Opfer der Katastrophe und als Zeichen der Solidarität mit den Betroffenen begehen. Wir wollen der Verstorbenen gedenken und die vielfach traumatisierten Menschen in der schwierigen Phase des Wiederaufbaus unterstützen, gerade angesichts der nun bevorstehenden dunklen Jahreszeit. Ich selbst werde dies im ökumenischen Gottesdienst am Buß- und Bettag in der Konstantins-Basilika in Trier gemeinsam mit Bischof Dr. Ackermann tun. Ein herzlicher Dank an Dich, lieber Stephan, für die gute ökumenische Gastfreundschaft!

Gerne möchte ich Sie einladen, in Ihren Gemeinden den Buß- und Bettag in diesem Jahr in besonderer Weise ökumenisch zu begehen und gemeinsam der Opfer vom 15. Juli zu gedenken. Der Buß- und Bettag bietet als Tag der Ein- bzw. Umkehr dazu eine besondere Gelegenheit, auch im Blick auf unser ökologisches Verhalten. Ich wäre Ihnen sehr dankbar, wenn Sie die Gemeinden Ihrer Kirche ermutigen, auf die evangelischen Gemeinden vor Ort zuzugehen, um der Verstorbenen gemeinsam zu gedenken und den Betroffenen ein starkes Zeichen der Solidarität zu senden: „Wir lassen Euch nicht allein!“

Unser Zentrum für Gemeinde und Kirchenentwicklung wird dazu einen Gottesentwurf mit Vorschlägen für Liturgie und Gebete erarbeiten.
Möge Gott die Menschen in den betroffenen Gemeinden gerade in den kommenden dunklen Monaten segnen, stärken und nicht alleine lassen. Und mögen wir selbst mit unserem Beten und Handeln dazu beitragen.

In tiefer ökumenischer Verbundenheit grüßt Sie herzlich
Ihr

Dr. Thorsten Latzel
Präses der Evangelischen Kirche im Rheinland