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Kreuzfest im Bistum Limburg

Das Kreuz verbindet als gemeinsames Zeichen alle Christinnen und Christen: Katholiken, Protestanten, Orthodoxe und Freikirchler. Daran erinnerten beim Kreuzfest in Limburg zwei Ökumenische Mittagsgebete am 17. und 18. September 2021.

Am Samstag gestaltete Weihbischof Dr. Thomas Löhr gemeinsam mit Pröpstin Sabine Bertram-Schäfer von der Kirchenleitung der EKHN, Dekan Manfred Pollex, Dekan des Evangelischen Dekanats Runkel, Frau Brigitte Görgen-Grether, Ökumenereferentin im Bistum Limburg und Vorsitzende der ACK Hessen-Rheinhessen, sowie Pastor Lothar Peitz von der Evangelisch-Freikirchlichen Gemeinde Bad Schwalbach und als Geschäftsführer der ACK Hessen-Rheinhessen ein ökumenisches Mittagsgebet.

Pröpstin Bertram-Schäfer nahm in ihrer Ansprache Bezug auf eine vorausgegangene Lesung von 1. Korinther 1, 18-25: Das Kreuz Jesu als grausames Symbol einer Hinrichtung und vermeintliches Zeichen der Schwäche Gottes löst bei vielen Menschen Irritationen und nicht selten sogar Ablehnung aus. So habe es der Apostel Paulus nicht nur in der Antike erlebt und beschrieben, sondern so äußern sich nicht wenige Menschen auch heute. Am Kreuz Christi scheiden sich die Geister!

Pastor Peitz unterstrich in seiner Einleitung in das ökumenische Mittagsgebet die Bedeutung der multilateralen Ökumene. Jesus Christus habe alle Christinnen und Christen berufen und in seinem hohepriesterlichen Gebet im Johannes-Evangelium Kapitel 17, 17-21 Gott um Einheit für sie gebeten. Und tatsächlich: Christliche Kirchen und Glaubensgemeinschaften eint inzwischen mehr, als sie trennt!. Dabei sind Unterschiede, Profile und Akzentsetzungen nicht bedeutungslos. Es geht in der Ökumene nicht um ein vordergründiges Einerlei, sondern um Einheit in Vielfalt. Die Stärken der anderen Kirchen sind nicht mehr Bedrohung, sondern Bereicherung! Das Gebet ist dabei von allem, was die Christenheit eint, das Stärkste, was gemeinsam getan werden kann. Und wo wäre dies besser umzusetzen als in einem „Kreuz-Fest“ – ist das Kreuz Jesu doch das Zeichen, das uns persönlich und unsere Kirchen als Grundlage unseres christlichen Glaubens an Tod und Auferstehung Jesu Christi verbindet!