Verhältnis von Christentum und Islam

In einer Delegiertenversammlung referierte Prof. Dr. P. Tobias Specker SJ

(St. Georgen Frankfurt) über

Das Verhältnis zwischen christlicher Ökumene und Islam

auf Grundlage der Charta Oecumenica III.11.


Aus dem Koran leite sich keine essentielle Festlegung des Verhältnisses zwischen Christentum und Islam ab. Wohl sei eine Tendenz zur Konfliktvermeidung und –beendigung zwischen beiden in der Entstehungszeit des Koran festzustellen. Die entscheidende Frage liege aber nicht im Koran-Text selbst, sondern in seiner Interpretation. Diesbezüglich stellen sich vier Interpretationsfragen:


  • 1. Folgt man einzelnen Koran-Versen oder einem Grundduktus des Textes?
  • 2. Löst man sich von der juristisch bedingten Idee, dass sich Koranpassagen nicht widersprechen dürfen?
  • 3. Nimmt man die historische Kontextualität des Koran ernst?
  • 4. Unterscheidet man zwischen Christen damals und heute?


Vertieft wurde dies auf der letztjährigen Studientagung zum Thema:

„Das Verhältnis Christentum – Islam“


Verschiedene Akzente und Blickwinkel wurden durch Referate, Gruppenarbeiten und Exkursionen zu zwei Moscheen in Frankfurt ermöglicht:


Hermeneutik des Koran 

Referent:

Dr. Daniel Birnstiel, Universität Frankfurt a. M.


Wie als Christ dem Islam begegnen 

Referent:

Pater Dr. Christian Troll, St. Georgen Frankfurt a. M.


Das Verhältnis von Muslimen und Christen in unserer Gesellschaft 

Referent:

Mohammed Naved Johari, Islamische Informations- & Serviceleistungen e. V. Frankfurt a. M.


Alle Referenten, wie auch die Gastgeber der Moscheen unterstrichen den Willen zur wechselseitigen Toleranz und damit gemachten guten Erfahrungen, beklagten zugleich jedoch auch die besorgniserregende Tendenz muslimischer Gruppen zur gewaltbereiten Radikalisierung national wie weltweit.

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